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Veranstaltungen
04.05.2026
Ausstellung
MEZZOGIORNO oder Die Zeit dazwischen. Fotografien von Knut Mueller
4. Mai bis 30. Juni 2026 in der Moritzkirche
Ein Fotozyklus über Veränderungen im Lebensumfeld von Menschen im Osten des wiedervereinigten Deutschlands zu Beginn dieses Jahrhunderts.
Ein Szenario von Leere, von Abwicklung, Ödnis und Verfall, das heute - 20 Jahre danach - bereits Geschichte ist.
4. Mai 2026, 15:30 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
30. Juni 2026, 19 Uhr
Finissage
Eine Veranstaltung des Ökumenischen Zentrums Moritzkirche Halle. Das Projekt der Katholischen Pfarrei St. Mauritius und St. Elisabeth wird gefördert vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.
29.05.2026
Die Nacht der spirituellen Lieder
Freitag, 29. Mai 2026, 20:00 Uhr in der Moritzkirche
Unter Leitung der Gesangspädagogin und Chorleiterin Uta Lesch singen wir mit dem Herzlicht-Singkreis spirituelle Lieder aus verschiedensten Kulturen und Traditionen, vom indischen Mantra über Taizélieder und Sufilieder bis hin zu Liedern der Naturvölker Afrikas und Amerikas.
30.05.2026
KlangArt Vision - Licht und Schatten
Sonnabend, 30. Mai 2026, 19 Uhr in der Moritzkirche
Eine Hommage an zeitgenössische Musik und den Kosmos um Miles Davis verspricht das Konzert »Licht und Schatten« für Chor und Orgel in der Moritzkirche Halle (Saale) mit Manja Raschka und weiteren Mitgliedern des MDR Rundfunkchores.
Vokal Lokal - Vokalensemble, Zsolt Máté Mészáros - Orgel, Lorenzo Bertozzo - Trompete
01.06.2026
Kulturforum - Das Lünettenbild in der halleschen Marktkirche
Montag, 1. Juni 2026, 15:30 Uhr
Ort: Marktkirche Unser Lieben Frauen, Halle
Jutta Jahn, Halle:
Das Lünettenbild in der Marktkirche zu Halle (1593)
Eine kontroverse Bildargumentation in der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen lutherischen und reformierten Theologen
An der Ostwand der Marktkirche Unser Lieben Frauen zu Halle befindet sich seit 1593 ein monumentales Lünettengemälde — eines der ungewöhnlichsten Bildwerke der mitteldeutschen Kunstlandschaft seiner Zeit. Ausgeführt wurde es von Heinrich Lichtenfelser, der aus Leipzig stammte, seit 1585 wiederholt für die Marktkirche tätig war und 1596 starb.
Das Gemälde verdankt seinen außergewöhnlichen Charakter gleich mehreren Umständen: Die geschlossene Ostwand — entstanden durch den Zusammenschluss zweier Vorgängerkirchen — bot eine für lutherische Kirchenräume seltene Bildfläche von monumentalen Ausmaßen. Thema und Bildprogramm sind von hochkomplexer theologischer Dichte und mit großer Wahrscheinlichkeit dem Oberpfarrer Johann Olearius zuzuschreiben, der in diesem Gemälde seine Kontroversen gegen die reformierten Theologen Anhalts ins Bild setzen ließ — Auseinandersetzungen, die er in seinen Streitschriften immer wieder formuliert hatte. Das Lünettenbild ist so zugleich Kunstwerk und konfessionspolitisches Argument.
Die Kunsthistorikerin Jutta Jahn legt in ihrem Vortrag die ikonographische Bildargumentation des Olearius frei: Im Zentrum stehen die Aussendung der Apostel und der Missionsbefehl — Themen, die in diesem historischen Kontext eine dezidiert konfessionspolitische Dimension entfalten.