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Die Orgel im Lauf der Zeiten
1920er Jahre
Adolf Wieber, Organist an der Moritzkirche, regt einen Orgelneubau an. August 1925: Die Orgel wird von der Fa. Sauer als Opus 1307 in der Kirche errichtet.
13. September 1926
Einweihung der Orgel durch den Leipziger Thomasorganisten Günther Ramin; das Abnahmegutachten erstellt Oscar Rebling, damals Organist an der Marktkirche Halle. Die Orgel verfügt über 53 Register mit Raum für spätere Erweiterungen.
1926/27
Geplante Erweiterung der Orgel auf ihren endgültigen Bestand von 63 Registern.
1943
Die SAUER-Orgel entwickelt sich unter dem Organisten Prof. Heinz Wunderlich zu einem gefragten Konzertinstrument.
1945
Einschneidende Veränderungen an der Orgel durch Orgelbauer Michel aus Crimmitschau. Acht Register werden im Sinne der Orgelbewegung verändert. Der originale Pfeifenbestand bleibt nahezu unverändert.
1957
Fortführung der musikalischen Tradition seiner Vorgänger Adolf Wieber und Prof. Heinz Wunderlich durch Prof. Helmut Gleim.
1970er Jahre
Nachdem die Kirche nicht mehr von der damaligen evangelischen Gemeinde genutzt wird, gerät die Orgel zunehmend in Vergessenheit. In den folgenden Jahren: umfassende Sanierung der Kirche durch die neu gegründete katholische Gemeinde von Halle-Neustadt. Während der Bauarbeiten entstehen schwerwiegende Schäden an der Orgel, die dadurch schließlich unspielbar wird.
1979
Aufkommendes Engagement für die Wiederspielbarmachung der Orgel, nachdem mit Ernestine Frost wieder eine Kirchenmusikerin an der Moritzkirche angestellt ist.
1998/99
Nach 20 Jahren des Schweigens werden in einer ersten Bauphase elf Register der Orgel durch die Firma Sauer (Müllrose bei Frankfurt/O.) wieder spielbar gemacht.
2000 bis 2002
In einem zweiten Bauabschnitt werden weitere 14 Register spielbar gemacht. Nun erklingen 25 der insgesamt 63 Register.
13. September 2005
Zum 80. Jahrestag der Orgelweihe wird der „Förderverein SAUER-Orgel Moritzkirche Halle (Saale) e.V.“ gegründet.
9. Juli 2007
Beschluss des Kirchenvorstandes der heutigen Pfarrei St. Mauritius und St. Elisabeth zur vollständigen Restaurierung der Sauer-Orgel. Nach einem Ausschreibungsverfahren unter vier deutschen Orgelbaufirmen wird der Auftrag an die Orgelbaufirma Reinhard Hüfken (Halberstadt) vergeben.
September 2009
Im Beisein von Vertretern der Pfarrgemeinde, des Bistums Magdeburg und des Fördervereins wird in Halberstadt der Werkvertrag mit der Orgelbaufirma Reinhard Hüfken unterzeichnet.
Dezember 2009
Ausbau der bislang nicht spielbaren Teile der Orgel und Transport in die Werkstatt nach Halberstadt.
5. Februar 2010
Letztes Konzert auf der Sauer-Orgel. Es musizieren Prof. Helmut Gleim, Kirchenmusiker Florian Kleidorfer und der Vorsitzende des Fördervereins Tobias Geuther.
22. Februar 2010
Orgelbaumeister Reinhard Hüfken und seine Mitarbeiter beginnen mit dem vollständigen Ausbau der Orgel und dem Transport in die Werkstatt nach Halberstadt.
Herbst 2010 bis Herbst 2011
Restauratorische Arbeiten am Prospekt (Gehäuse) der Orgel und Montage der restaurierten Orgelteile. Am Ende der Arbeiten stand die Intonation der Orgel. Alle rund 4.800 Pfeifen erhielten hier in Handarbeit ihren spezifischen Klang.
18. bis 25. September 2011
Im Rahmen der Festwoche zum 600jährigen Weihejubiläum der Moritzkirche wird die restaurierte Sauer-Orgel durch Bischof Dr. Gerhard Feige, Propst Reinhard Hentschel und Organist Florian Kleidorfer feierlich wieder eingeweiht.
1925
Einbau der Orgel der Firma W. Sauer Orgelbau Frankfurt(Oder)
13. September 2025
Am 100. Geburtstag der Orgel erklingt in einem Festkonzert das originale Programm des Konzertes der Orgeleinweihung vom 13. September 1925, gespielt vom Urenkel Günther Ramins, dem Leipziger Thomasorganisten Prof. Johannes Lang.